Life in Plastic: Wie plastship neue Kreisläufe für Kunststoffe ermöglicht

Als europäisches Netzwerk für Kunststoffbeschaffung, Rezyklate und digitale Qualitätsdaten arbeitet plastship daran, Kunststoffe transparent, effizient und verlässlich im Kreislauf zu halten. Mit einer Kombination aus Plattformtechnologie, Laboranalytik und KI schafft das Unternehmen aus Waldems die Grundlagen für hochwertige Rezyklate – und für eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft.

Unsere Erfolge im Jahr 2024

  • 5.000Tonnen vermarktete Rezyklate

  • 10.000Tonnen eingespartes CO₂

  • 25Prozent weniger Kosten auf Kundenseite

Digitale Materialsuche trifft Laboranalyse

plastship verbindet Daten, Technologie und praktische Anwendung: Über die zentrale Plattform können Unternehmen Rezyklate beschaffen, vermarkten und Materialqualitäten vergleichen – unterstützt durch umfassende Datensätze, Materialbewertungen und KI-gestützte Empfehlungen.

Der Kern: eine stetig wachsende Datenbank mit mehr als 3.000 Datensätzen, in der Rezyklate nach Einsatzgebiet, Eigenschaften und Verfügbarkeiten gefiltert werden können. Gleichzeitig wird jeder Materialstrom nachvollziehbar dokumentiert – eine Voraussetzung für verlässliche Qualität und transparente Lieferketten.

Digitale Materialsuche trifft Laboranalyse

Qualität messbar machen: Laboranalysen bei PlastCert

Damit Qualitätsangaben nicht auf Selbstauskünften beruhen, wird jedes Material im Labor geprüft. Gemeinsam mit PlastCert – der Qualitätssicherungseinheit der Muttergesellschaft RIGK– analysiert plastship:

Qualität messbar machen: Laboranalysen bei PlastCert

Technische Eigenschaften

wie MFR, Dichte, Feuchtigkeit, Aschegehalt oder Schlagzähigkeit

Technische Eigenschaften

Optische Eigenschaften

etwa Defekte, Opazität und Reinheit

Optische Eigenschaften

Zusammensetzung und Polymeranteile

inklusive XRF-Schwermetallanalyse

Zusammensetzung und Polymeranteile

Geruch

ein entscheidender Faktor für sensible Anwendungen wie Kosmetik

Datenbasierte Rezyklatempfehlungen: KI für den Kreislauf

Mit der Kombination aus getesteten Laborparametern und KI-Methoden identifiziert plastship geeignete Rezyklate für spezifische Anwendungen – und schafft damit ein digitales Fundament für den Rezyklateinsatz. Das Ziel: Kunststoffe schneller, sicherer und wirtschaftlich sinnvoll in neue Produkte zurückführen.

Datenbasierte Rezyklatempfehlungen: KI für den Kreislauf

Studie zeigt Potenziale in zentralen Branchen

Gemeinsam mit dem Kunststoff-Zentrum SKZ und 33 europäischen Recyclingunternehmen hat plastship untersucht, wie stark Rezyklate in verschiedenen Industrien noch ausgebaut werden können. Die Ergebnisse zeigen:

  • Verpackungen:

    +10 % möglich bei mehr Flexibilität in Farbe & Preis

  • Elektronik:

    großes Potenzial, vor allem über Preis +9,8 %

  • Bauwesen:

    +3 % durch angepasste Dimensionalität und Preisgestaltung

  • Automotive:

    stärkster Hebel – +80 % allein durch Preisflexibilität

  • Landwirtschaft:

    bereits 25 % Rezyklatanteil, bei Preisbeweglichkeit weiter steigerbar

  • Die Studie unterstreicht: Durch Qualitätsdaten, Transparenz und Digitalisierung kann der Rezyklatanteil in nahezu allen Branchen deutlich wachsen.

Weiterdenken: Beschaffung, Design for Recycling und Werksentsorgung

Die Plattform ist nur ein Baustein. plastship unterstützt Unternehmen zudem in allen zentralen Bereichen des zirkulären Kunststoffmanagements:

Weiterdenken: Beschaffung, Design for Recycling und Werksentsorgung

Beschaffung und Distribution

von Rezyklaten und Kunststoffabfällen

Rezyklatversorgung

Beschaffung und Distribution

Werksentsorgung

für klar definierte, rückverfolgbare Stoffströme

Recycling as a Service

Werksentsorgung

Digitale Materialdaten

zur Bewertung und Vergleich

plastship Monitored Materials

Digitale Materialdaten

Unterstützung entlang der Wertschöpfungskette:

Damit begleitet plastship Hersteller und Marken auf dem Weg zu recyclingfähigen Produkten und stabilen Materialkreisläufen.

Community

Innovation fördern: KI und Stoffstromoptimierung mit KISS

Im Landesprojekt KISS (KI-basierte Qualifizierung, Steuerung und Optimierung von Stoffströmen) entwickelt plastship gemeinsam mit Partnern eine Plattform, die mit KI Materialproben analysiert, Stoffströme bewertet und optimale Recyclingpfade identifiziert. KISS schafft damit die Basis für datengetriebene Entscheidungen und transparente Qualitätsvergleiche in der Kreislaufwirtschaft.

Innovation fördern: KI und Stoffstromoptimierung mit KISS

Der Gründer im Interview

Interview mit dem Andreas Bastian (Gründer und Geschäfts­führer) zu den gesamt­gesell­schaft­lichen Vorteilen der Innovation und zu den positiven Aspekten von Kunststoff:

»Kunststoff kann so Teil der Lösung für Ressour­cen­schonung und Nach­haltigkeit werden.«

Der Gründer im Interview

1. Plastik hat allgemein einen eher schlechten Ruf? Was fasziniert Sie an diesem Material?

Kunststoffe werden häufig pauschal als proble­ma­tisches Material betrachtet, obwohl sie aufgrund ihrer Vielseitigkeit, Ressour­cen­­effizienz und Anwen­dungs­­breite für moderne Gesell­­schaften unverzichtbar sind. Das Problem liegt meist nicht im Werkstoff selbst, sondern im unzu­reichenden Manage­ment von Stoff­­strömen und im linearen Wirt­schafts­­system. Unser Wunsch ist ein gesell­schaft­liches Umdenken: weg von der einseitigen Bewertung hin zu einer differen­zierten Sicht, die Kunst­stoffe als wertvolle, kreis­lauf­fähige Ressource versteht.

2. Inwiefern rückt Ihre Innovation Plastik in ein neues Licht?

Wir sorgen dafür, dass Kunststoff effizient verwertet und wieder­verwendet werden kann. Dadurch machen wir geschlossene Stoff­kreisläufe möglich. Kunststoff kann so Teil der Lösung für Ressourcen­schonung und Nachhaltigkeit werden. Wie gesagt: Plastik selbst ist nicht das Problem.

3. Welche Vorteile hat das für unsere Gesellschaft?

Wenn wir Kunststoffe länger im Kreis­lauf halten und hoch­wertige Rezy­klate für verschiedene Industrien verfügbar machen, fördert das die klima­neutrale und nach­haltige Wirtschafts­­weise insgesamt: Der Einsatz von Primär­­ressourcen und CO₂-Emissionen sinkt. Außerdem stärken wir Unter­nehmen in ihrer Wirtschaft­­lich­keit, weil ihnen mit gleich­bleibend hoch­wertigen Rezy­klaten stabile Roh­stoff­­quellen zur Verfügung stehen. Mithilfe von digi­talen Techno­logien und KI machen wir zudem die Stoff­ströme nach­voll­ziehbar – das sorgt für Transparenz und stärkt als sozialen Aspekt die Zusammen­­arbeit der Kunststoff verar­bei­­tenden Branchen.

***©***Die in diesem Beitrag verwendeten Bildmotive entstanden im Rahmen der Zusammenarbeit mit Innovate Hessen - Hessen Trade & Invest GmbH, Technologieland Hessen. plastship bedankt sich herzlich für die partnerschaftliche Kooperation.

👉 Den vollständigen Artikel von Innovate Hessen finden Sie hier:Story Plastship / Innovate Hessen

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