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Rezyklatqualität braucht eine gemeinsame Sprache

Das Whitepaper zu plastship Monitored Materials

Wie Kunststoffrezyklate objektiv bewertet, zuverlässig verglichen und nach außen belegbar gemacht werden können.

Zwei Rezyklate, dasselbe Polymer, ähnliche technische Datenblätter – und trotzdem verhält sich eines in der Verarbeitung völlig anders als das andere. Für Einkauf, Qualitätssicherung, Produktentwicklung und Anwendungstechnik ist genau das eine zentrale Herausforderung.

Denn Rezyklatqualität ist messbar. Aber sie ist nicht automatisch vergleichbar.

Das Whitepaper „Rezyklatqualität braucht eine gemeinsame Sprache“ zeigt, wie plastship Monitored Materials geprüfte Materialdaten, Stoffstrominformationen und Benchmarking in einen verständlichen Qualitätsindikator übersetzt – mit Score, Qualitätsklasse, Marktvergleich und optionaler Verifizierungsurkunde.

Warum Rezyklatqualität schwer vergleichbar ist

Bei Neuware sind Materialtypen, Spezifikationen und Datenblätter häufig etabliert. Bei Rezyklaten ist die Ausgangslage komplexer: Unterschiedliche Stoffströme, Sammelsysteme, Sortierqualitäten und Aufbereitungsverfahren führen dazu, dass Rezyklate desselben Polymertyps sehr unterschiedliche Eigenschaftsprofile haben können.

Technische Datenblätter helfen, bilden diese Unterschiede aber oft nur begrenzt ab. Prüfumfang, Kennwerte und Darstellung variieren je Anbieter. Dadurch entsteht ein hoher Interpretationsaufwand – besonders dort, wo Materialien freigegeben, verglichen oder gegenüber Kunden abgesichert werden müssen.

Das Problem ist häufig nicht das Rezyklat selbst.
Das Problem ist die fehlende gemeinsame Bewertungsgrundlage.

Die Folgen in der Praxis:
▪️Angebote lassen sich schwer vergleichen.
▪️Materialfreigaben werden zu aufwendigen Einzelprojekten.
▪️Gute Rezyklatqualität lässt sich nicht immer neutral belegen.
▪️Beschaffungsentscheidungen bleiben mit Unsicherheit verbunden.
▪️Marken und Hersteller benötigen belastbare Nachweise für den Rezyklateinsatz.

Die Lösung: ein verlässlicher Indikator für Rezyklatqualität

plastship Monitored Materials verbindet geprüfte Materialdaten mit Informationen zum Stoffstrom und übersetzt sie in eine einheitliche Bewertung. Ziel ist ein gemeinsames Verständnis von Rezyklatqualität – über Lieferanten, Anwendungen und Marktrollen hinweg.

Das System macht Qualität sichtbar durch:
▪️einen Overall Quality Score von 0 bis 10,
▪️drei klare Qualitätsklassen: Premium, Plus und Proven,
▪️vier zentrale Qualitätsdimensionen,
▪️Benchmarking gegen eine wachsende Materialdatenbank,
▪️und eine optionale Verifizierungsurkunde als neutralen Qualitätsnachweis.

So wird aus vielen einzelnen Messwerten eine kompakte, verständliche und vergleichbare Aussage zur Materialqualität.

So funktioniert Monitored Materials

  • 1. Prüfen

    Zentrale Materialeigenschaften werden anhand definierter Qualitätsdimensionen analysiert:


    ▪️Mechanik: Wie belastbar ist das Material?
    ▪️Optik: Wie sauber ist das Material?
    ▪️Geruch: Wie stark riecht das Material?
    ▪️Reinheit: Wie sortenrein ist das Material?

     

    Die Prüfungen erfolgen reproduzierbar nach etablierten ISO-/DIN-Normen durch neutrale, spezialisierte Prüfpartner.

  • 2. Bewerten

    Die Ergebnisse werden zu einem Overall Quality Score zusammengeführt. Dieser Score ist der Durchschnitt der vier Qualitätsdimensionen und verdichtet rund 40 Messwerte zu einem nachvollziehbaren Qualitätsindikator.

  • 3. Einordnen

    Über die Qualitätsklassen Premium, Plus und Proven wird sichtbar, auf welchem Qualitätsniveau sich ein Material bewegt. Ergänzend zeigt das Benchmarking, wie ein Rezyklat im Vergleich zum Markt und zu Materialien ähnlicher Herkunft abschneidet.

Drei Qualitätsklassen für bessere Orientierung

  • Premium 8,5–10,0 Nahe an Neuware. Erfüllt höchste technische Anforderungen.

  • Plus 7,0–8,4 Überdurchschnittliche Güte, ideal für anspruchsvolle Anwendungen.

  • Proven 5,5–6,9 Zuverlässiges Standard-Rezyklat für etablierte Einsatzbereiche.

Benchmark statt Bauchgefühl

Eine Qualitätsbewertung allein beantwortet noch nicht die wichtigste Frage:

Wie gut ist ein Material im Vergleich zu anderen Rezyklaten derselben Gruppe?

Monitored Materials ordnet geprüfte Materialien deshalb in eine wachsende Datenbank ein — sowohl im Gesamtmarkt als auch innerhalb der jeweiligen Herkunftsgruppe, etwa bei Post-Consumer-Rezyklaten.

Die Einordnung erfolgt in stabilen Stufen wie Top 5 %, Top 10 %, Top 25 % und Top 50 %. So wird erkennbar, ob ein Material im Marktvergleich herausragt, solide performt oder für bestimmte Anwendungen genauer geprüft werden sollte.

Damit wird Rezyklatqualität nicht nur messbar, sondern planbarer.

Nutzen entlang der Wertschöpfungskette

Standardisierte Qualitätsbewertungen schaffen Mehrwert für alle Marktteilnehmer.

Verarbeiter

Sie erhalten eine belastbare Grundlage für Materialauswahl, Lieferantenbewertung und Freigabeprozesse. Fit-Assessment und Best-Fit-Referenzierung helfen dabei, passende Rezyklate für konkrete Anwendungen zu identifizieren.

Recycler

Sie können die Qualität ihrer Materialien neutral dokumentieren, im Markt einordnen und als Vertriebsargument nutzen — inklusive optionaler Verifizierungsurkunde.

Marken und Hersteller

Sie können hochwertigen Rezyklateinsatz nachvollziehbarer planen und gegenüber Kunden, Partnern oder internen Stakeholdern besser belegen.

Verbände und Marktakteure

Sie gewinnen eine objektivere Datengrundlage für Marktübersichten, Standardisierung und Qualitätsanforderungen.

Bereits im Einsatz

plastship Monitored Materials ist kein Konzeptpapier. Das System ist auf der plastship-Plattform bereits live – mit 226 geprüften Materialien, Quality Rankings, Fit-Assessment, Best-Fit zu Neuware-Referenzen, Analytics und PDF-Urkunde.

Das Ziel: eine zentrale Qualitätsdatenbank und Koordinierungsplattform für Kunststoffrezyklate, die Qualität sichtbar macht, Kapazitäten planbarer macht und Rezyklateinsatz nachvollziehbar belegt.

Was Sie im Whitepaper erwartet
Das Whitepaper zeigt kompakt und praxisnah:
▪️warum technische Datenblätter für Rezyklate oft nicht ausreichen,
▪️weshalb Rezyklate desselben Polymertyps unterschiedlich performen können,
▪️welche Qualitätsdimensionen für eine Bewertung relevant sind,
▪️wie der Overall Quality Score entsteht,
▪️wie Premium, Plus und Proven definiert sind,
▪️warum Benchmarking für echte Vergleichbarkeit entscheidend ist,
▪️welchen Nutzen standardisierte Bewertungen für Verarbeiter, Recycler, ▪️Markenartikler und Verbände haben,
▪️und wie plastship Monitored Materials zur zentralen Qualitätsdatenbank für ▪️Kunststoffrezyklate weiterentwickelt wird.

Fordern Sie das Whitepaper kostenlos an

Erfahren Sie, wie standardisierte Qualitätsbewertungen dazu beitragen können, Kunststoffrezyklate transparenter, besser vergleichbar und sicherer in der Anwendung zu machen.

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