Die europäische Verpackungsverordnung PPWR bringt Bewegung in den Markt für Kunststoffrezyklate. Ab 2030 gelten für bestimmte Verpackungen verbindliche Mindestanteile an recyceltem Kunststoff, die je nach Anwendung zunächst bis zu 35 Prozent betragen und bis 2040 weiter steigen. Damit wird der Bedarf an hochwertigen Rezyklaten in den kommenden Jahren deutlich wachsen.
Doch woher sollen die benötigten Mengen kommen?
Ein aktueller Beitrag im Handelsblatt zeigt die Dimension der Herausforderung: In Deutschland fallen jährlich rund sechs Millionen Tonnen Kunststoffabfälle an, von denen noch immer ein großer Teil energetisch verwertet wird. Gleichzeitig liegt der Anteil von Recyclingmaterial am gesamten Kunststoffverbrauch laut dem im Beitrag zitierten Wuppertal Institut bislang bei rund 18,9 Prozent.
Das Problem ist deshalb nicht allein die Menge an Kunststoffabfällen. Entscheidend ist, ob daraus definierte, qualifizierte und dauerhaft verfügbare Rohstoffströme entstehen.